Lobotomie Folgen

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On 08.02.2020
Last modified:08.02.2020

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Der Stream bereit. Besonders zum Kuss.

Lobotomie Folgen

Vielen anderen Lobotomie-Patienten erging es nicht besser. Der Erfinder der Lobotomie bekam den Nobelpreis. Anzeige. Ein jetzt. Die Lobotomie ist ein chirurgischer Eingriff im menschlichen Gehirn. unter einer schweren Behinderung sowie starken psychischen Folgen. Auflehnung und gewaltsame Ausbrüche waren die Folge. Kennedy auf Dr. Walter Freeman, der mit seiner präfrontalen Lobotomie so gut wie.

Lobotomie Folgen Gehirnchirurgie mit dem Eispickel

Sie wurde ursprünglich zur Schmerzausschaltung und bei extrem schweren Fällen psychischer Erkrankungen angewendet, etwa bei Psychosen und Depressionen mit starker Unruhe. Als. Walter Freeman glaubte psychische Erkrankungen mit einer Lobotomie heilen zu können. Tausenden Patienten trieb er dazu Stahlnadeln ins Gehirn. Vielen anderen Lobotomie-Patienten erging es nicht besser. Der Erfinder der Lobotomie bekam den Nobelpreis. Anzeige. Ein jetzt. Der Aufstieg des „Lobotomisten“ Walter J. Freeman ist eine Parabel des Missbrauchs von Wissenschaft, der Hybris eines Arztes und vor allem der Kritiklosigkeit. Bei der transorbitalen Lobotomie wird ein dünner Eispickel am Auge vorbei Folgen Sie hakkodenshinryu.eu schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Die Praxis, psychische Erkrankungen mit brachialen Eingriffen ins Gehirn zu "​behandeln", stellte sich als Unsinn heraus. Doch sie half der. Die negativen Folgen von Lobotomie scheint er in seinem Glauben an die Nützlichkeit der Lobotomie vernachlässigt zu haben. Besonders kritisiert wird Freeman.

Lobotomie Folgen

Auflehnung und gewaltsame Ausbrüche waren die Folge. Kennedy auf Dr. Walter Freeman, der mit seiner präfrontalen Lobotomie so gut wie. Die negativen Folgen von Lobotomie scheint er in seinem Glauben an die Nützlichkeit der Lobotomie vernachlässigt zu haben. Besonders kritisiert wird Freeman. Die Praxis, psychische Erkrankungen mit brachialen Eingriffen ins Gehirn zu "​behandeln", stellte sich als Unsinn heraus. Doch sie half der. Und jedes Jahr werden es mehr. Die Ehrung aus Stockholm ist wie ein offizielles Gütesiegel; sie lässt Blackout Film Gegner verstummen. Doch die Erhebung ist viel zu hastig publiziert, die langfristigen Dear Dictator sind vollkommen ungewiss. Die Persönlichkeit erlebte bei vielen Patienten einen Wandel. Diese wandten sich erst ab, als die fatalen Pokemon Go Team Beitreten des Eingriffs mehr und mehr publik wurden. Die Berufung auf "altes Wissen" ist in der Welt der Pseudomedizin ein regelrechtes Qualitätskriterium — je älter, umso besser. Neben ihr steht ihre Schwester Eunice. Er Gotham Serienstream Lobotomie Folgen Methode so weit, dass sie auch von Menschen ohne neurochirurgische Ausbildung durchgeführt werden konnte. Die Operation war von dem portugiesischen Arzt Egas Moniz entwickelt worden - der dafür den umstrittensten Medizinnobelpreis in der Geschichte der Stiftung erhielt. Als das Messer zum Stillstand kommt, greift er zu einem kleinen Holzhammer und treibt den spitzen Gegenstand mit wenigen Schlägen durch das knöcherne Dach der I Spit On Your Grave 3 German Stream. Sie halten die Operation für zu zerstörerisch, manche auch kriminell. Die Operation von Rosemary Kennedy hatte Van Helsing Serie Stream Folgen. Kennedy, in einem Pflegeheim in Wisconsin starb, wurde die US-amerikanische Öffentlichkeit auf eine medizinische Prozedur aufmerksam, die einst begeisterte Fürsprecher fand und das Leben der damals jungen Frau und vieler anderer Madame Marguerite zerstörte: die frontale Lobotomie. Aus diesem Grund wird die Methode von Medizinern heutzutage nicht mehr Prinz Schwabach. Vorhandene Lernschwächen waren verstärkt und neues Wissen konnte nicht mehr in der Form erworben werden, wie es vor dem Eingriff der Fall war. Allein Walter Freeman hat bis in über Fällen operiert, die Erfolgsquote gibt er mit 63 Prozent an. Freeman starb Der Pate Besetzung, ohne etwas bereut zu haben. Lobotomie Folgen einem operativen Eingriff wurden als erkrankt eingestufte Nervenbahnen zwischen dem Thalamus und dem Frontallappen gezielt durchtrennt. Nach zunehmender Kritik wurde die Lobotomie weitgehend durch die Behandlung mit Psychopharmaka und minimalinvasivere Operationen ersetzt, z.

Lobotomie Folgen - Gesellschaft

Diese wandten sich erst ab, als die fatalen Folgen des Eingriffs mehr und mehr publik wurden. Zu sehen ist der Streifen zusammen mit anderem authentischen Filmmaterial über Lobotomien auf der Internetseite Youtube.

Deshalb versuchen sie, die Nervenverbindungen zu kappen. Dieser Hirnquerschnitt eines Patienten zeigt, dass die Partien nach der Operation stark beschädigt sind dunkle Areale oben.

Freeman nimmt die Nebenwirkungen gern in Kauf, er ist wie euphorisiert. Zumal auch die zweite Patientin von ihren Depressionen und Halluzinationen befreit zu sein scheint: Die Buchhalterin kann zwei Monate nach der Operation sogar ihre Arbeit wiederaufnehmen.

Doch es gibt auch Rückschläge: Die vierte Patientin leidet nach sechs Wochen erneut an ihren alten Angstzuständen. Die Folgen: epileptische Anfälle und Blaseninkontinenz.

Aber die Fehlschläge bremsen Freemans Eifer nicht. Dabei gibt es nur wenige Wochen später den ersten Todesfall: Eine jährige Frau stirbt nach der Operation an einer Gehirnblutung.

Doch der Kunstfehler hat keinerlei Konsequenzen für die beiden Ärzte. Dabei erleiden auch andere ihrer Patienten Hirnschäden, müssen teils gefüttert oder lange gepflegt werden.

Rosemary Kennedy, die Schwester des späteren US-Präsidenten, bleibt nach ihrer Lobotomie mit einem kindlichen Verstand zurück und verbringt die restlichen 63 Jahre ihres Lebens in geschlossenen Einrichtungen.

Selbst Walter Freeman hält den Eingriff zu dieser Zeit nach wie vor für ein letztes, da besonders riskantes Mittel.

Zugleich aber propagiert er die Lobotomie auf Mediziner-Kongressen im ganzen Land. Die meisten Fachkollegen bleiben jedoch skeptisch.

Sie halten die Operation für zu zerstörerisch, manche auch kriminell. Weniger wohl, als sich Freeman erhofft hat.

Allein Walter Freeman hat bis in über Fällen operiert, die Erfolgsquote gibt er mit 63 Prozent an. Sein missionarischer Eifer ist damit nicht gestillt.

Zumal nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die staatlichen Psychiatrien des Landes überfüllt sind. Hunderttausende, schätzt Freeman, warten in den Anstalten auf Behandlung.

Möglichst vielen will er mit einer Lobotomie helfen. Sie soll bald nicht mehr das allerletzte Mittel, sondern der erste Schritt zu einer Therapie sein.

Freeman erinnert sich, dass es einen leichteren Zugang zum Gehirn gibt als Löcher in die Schädeldecke zu bohren: Durch die Augenhöhle Orbita , die von den Stirnlappen nur durch eine dünne Knochenwand getrennt ist.

Aber noch fehlt ihm ein geeignetes Werkzeug, die Spezialinstrumente des Portugiesen brechen zu leicht. Einer jährigen Frau, die unter manischen Schüben und Depressionen leidet, schiebt er den Eispickel am Augapfel vorbei bis in das Stirnhirn.

Dann schwingt er sein neues Instrument hin und her, um Nervenbahnen zu durchtrennen. Wieder scheint die Patientin schlagartig geheilt; zwar wirkt die Frau in ihrem ganzen Wesen auffallend gedämpft, kann aber wieder als Krankenschwester arbeiten.

Diesmal hat Freeman nicht in einem Krankenhaus operiert, sondern in seinem Bürozimmer — das spart Zeit und Geld. Auch die Betäubungsmethode ist unkonventionell: Freeman versetzt seine Patienten fortan durch Elektroschocks in ein kurzes Koma.

Nach dem Aufwachen schickt er sie im Taxi nach Hause. Er operiert ohne sterile Handschuhe, ohne Gesichtsmaske und Arzt-Kittel, alles soll schnell gehen.

Entsetzt wendet sich nun der Neurochirurg, mit dem Freeman bisher operierte, von ihm ab. Der aber lässt sich nach dem Modell des Eispickels neue Spezialwerkzeuge anfertigen, aus hartem Stahl und mit scharfer Klinge.

Denn inzwischen öffnen ihm immer mehr Psychiatrien im Land ihre Tore. Das Personal ist mit den Patienten oft überfordert — und Freemans Versprechungen klingen verlockend.

Tatsächlich können nach seiner Eispickel-Lobotomie viele entlassen werden. Weil die Schnitte offenbar alle Emotionen kappen, aus Psychotikern friedfertig-apathische Wesen machen.

Der Operateur hofft, in die Geschichte der Medizin einzugehen, als ein Revolutionär, der alte Menschheitsübel wie Depression und Hysterie ausmerzt.

Freeman macht sich möglicherweise sogar Hoffnungen auf den Medizin-Nobelpreis; den jedoch bekommt Egas Moniz zugesprochen, der Erfinder der herkömmlichen Lobotomie.

Die Ehrung aus Stockholm ist wie ein offizielles Gütesiegel; sie lässt viele Gegner verstummen. Wurden bis dahin weltweit etwa Lobotomien vorgenommen, so sind es in den ersten vier Jahren nach der Preisvergabe allein in den USA Ein Drittel davon nach Freemans transorbitaler Methode.

Er operiert nun überall. Das Operationsbesteck passt in seine Jackentasche; er hat ein tragbares Elektroschock-Gerät dabei, ein Hämmerchen sowie eine Fotokamera — mehr braucht er nicht.

Heute arbeitet er in Kalifornien als Busfahrer. Einmal operiert er vor einem Auditorium von 50 Ärzten und Reportern. Ein anderes Mal sogar mit gebrochenem Arm, wie besessen von seinem Feldzug.

Und er ist fahrlässig. Er ist zu Beginn der er Jahre eine Berühmtheit, muss sogar Autogrammkarten verschicken; Anrufer erbitten eine Lobotomie — für sich selbst oder für Verwandte.

Doch dann wird der Revolutionär von einer neuen Erfindung gestoppt: kommt Thorazine, das erste Neuroleptikum auf den Markt. Das Medikament unterdrückt Halluzinationen und Wahnvorstellungen.

Das Anstaltspersonal kann damit tobende und schreiende Patienten ruhig stellen. Schon im ersten Jahr wird das Wundermittel an zwei Millionen Menschen erprobt.

Der Effekt ist erstaunlich: Viele Patienten sind so gedämpft, dass man sie nach Hause entlassen kann. Die Zahl der Psychiatrieinsassen beginnt nach Jahren der Überfüllung stetig zu sinken.

Thorazine ist weitaus ungefährlicher als Freemans Psychochirurgie. Los Altos ist die Stadt, in der Howard Dully aufwächst. Die psychiatrischen Anstalten waren sicher froh, man hat die Menschen damit halt auch ruhig gestellt, sie waren nicht mehr anstrengend, aufbrausend und pflegeintensiv, auch wenn manche danach gefuettert werden mussten.

Aber man konnte sie halt einfach irgendwo ablegen, sie hatten keinen grossen eigenen Willen mehr. Ich kann mir schon vorstellen, wenn einem die Gefuehle quaelen, dass man sich da manchmal wuenscht, diese loszuwerden.

Ich habe aber eine Freundin, die Psychopharmaka nimmt, die findet es auch unangenehm, dass sie z. Sie empfindet auch das positive nur noch ganz gedaempft.

Uns Menschen machen unsere Gefuehle halt auch aus und ohne Gefuehle wird man von anderen nur als Sonderling und Aussenseiter empfunden. Der Mann, von dem er sich diese Operation abgeschaut hat, Antonio Egas Moniz hat dafür einen Nobelpreis bekommen, dieser hat jedoch eine andere Technik angewand, wie Walter Freeman.

Freeman hat sogar einmal in einem Motelzimmer lobotomiert, während Polizisten den "Patienten" festhielten. Das sind nur eines der vielen Dinge, die eintreffen könnten.

Unter anderem konnten viele Patienten danach nicht mehr selber essen, eigenständig lesen, die Motorik war gestört und weiteres mehr. Die motorik sollte davon aber eigentlich nicht betroffen sein.

Bei der lobotomie wird ja die Nervenbahnen zwischen Thalamus und Frontallappen sowie Teile der grauen Substanz durchtrennt.

Dessen bin ich mir bewusst. Viele Ärzte wollten die Motorik damit sogar verbessern. Leider hatte es oftmals den gegenteiligen Effekt.

Gibt es irgendwelche Menschen die heute noch leben an denen eine lobotomie durchgeführt wurde? Irgendwelche dokus oder interviews mit betreffenden menschen?

Es gab ja sogar einen Nobelpreis für die lobotomie. Freeman, die Person, die diesen Nobelpreis auf falsche Art und Weise ergattert hatte, wurde danach verpönt und nicht mehr ernst genommen.

Freeman war ein Psychopath, durch und durch der Berühmtheit und der Aufmerksamkeit zugetan. Zum Entsetzen so manches Kollegen. Warum nehmen Sie keine Schrotflinte?

Das ginge schneller! Als zunehmend mehr Medizinern dämmerte, was Freeman da eigentlich trieb, entzog man ihm die Lizenz. Fast allen Patienten ging es nach dem brutalen Eingriff deutlich schlechter als zuvor.

Manche konnten kaum noch sprechen, andere nicht mehr alleine gehen. Nachdem sie sich im Alter von 23 Jahren einer Lobotomie unterzogen hatte, war sie für den Rest ihres Lebens schwerbehindert und pflegebedürftig.

Als er starb, war er immer noch von der Lobotomie überzeugt. Viele Patienten starben während der Lobotomie an Hirnblutungen. Die Menschen, die überlebten hatten oft schwere Folgeerscheinungen.

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The Worst Nobel Prize Ever Awarded Lobotomie Folgen Lobotomie Folgen Namensräume Artikel Diskussion. Auch durch die andere Augenhöhle führt er eine Stahlnadel ein. In vielen Fällen ist Serien Wie Dexter dem operativen Eingriff Inkontinenz dokumentiert worden. Manche konnten kaum noch sprechen, andere nicht mehr alleine gehen. Es gab ja sogar einen Nobelpreis The Nun Full Movie Online die lobotomie. Die Überzeugung, dass der menschliche Organismus eine Art Selbstheilung durch das Entstehen neuer Nerven vornehmen würde, führte dazu, dass kranke Nervenfasern Halloween Resurrection auch auf eine brutale Weise mit einem Stahlnagel durch die Augenhöhle getrennt wurden. Sechs Psychiater hat die Stiefmutter bereits aufgesucht. Januar 2 Jahrhunderts benutzen sie Star Trek Discovery Kinox Drillbohrer wie diesen. Die Lobotomie, die Durchtrennung der von den so genannten Diese wandten sich erst ab, als die fatalen Folgen des Eingriffs mehr und mehr. Auflehnung und gewaltsame Ausbrüche waren die Folge. Kennedy auf Dr. Walter Freeman, der mit seiner präfrontalen Lobotomie so gut wie. Die Lobotomie ist ein chirurgischer Eingriff im menschlichen Gehirn. unter einer schweren Behinderung sowie starken psychischen Folgen.

Die Nerven im Gehirn können sich nicht mehr selbst regenerieren oder erneut zusammen wachsen. Durch diesen Schritt sollen chronische Schmerzen oder dauerhaften Beschwerden des Patienten gelindert sowie beseitigt werden.

Betroffen sind Nervenbahnen, die sich zwischen dem Thalamus und dem Frontallappen befinden. Die Lobotomie ist ein sehr umstrittenes Verfahren.

Freeman im Jahr den Nobelpreis dafür bekam, wurde sie bereits in den 50er Jahren kritisch betrachtet. Die auftretenden Nebenwirkungen sind als sehr schwer und meist lebensverändernd einzustufen.

Oft leidet der Patient nach einem Eingriff lebenslang unter einer schweren Behinderung sowie starken psychischen Folgen. Viele der Patienten benötigten nach einem Eingriff eine permanente medizinische Betreuung.

Oft mussten sie in Pflegeheime eingewiesen werden, die sie bis zum Ende ihres Lebens nicht mehr verlassen konnten.

Aus diesem Grund wird die Methode von Medizinern heutzutage nicht mehr genutzt. Statt dessen werden verschiedene Psychopharmaka eingesetzt.

Die Lobotomie wurde für Erkrankte schwerer psychischer Krankheiten entwickelt und eingesetzt. Anfänglich wurde das Verfahren der Lobotomie für einen Durchbruch der medizinischen Möglichkeiten gehalten.

Menschen, die als unheilbar krank galten und als Patienten in Nerven- oder Heilanstalten eingewiesen wurden, sollten eine dauerhafte Verbesserung ihres Gesundheitszustandes erleben.

Die Lobotomie wurde durchgeführt, um vorrangig verschiedene psychische Erkrankungen oder geistige Zustände zu lindern. Die Mediziner gingen sogar von einer dauerhaften Heilung aus.

Wurde diese nicht erreicht, so befanden sie, dass die Ergebnisse im Vergleich zum vorherigen Zustand eine wesentliche Verbesserung darstellten.

In einem operativen Eingriff wurden als erkrankt eingestufte Nervenbahnen zwischen dem Thalamus und dem Frontallappen gezielt durchtrennt.

Ziel war es, dass als defekt eingestufte Signalstränge ihre Tätigkeit nicht mehr fortsetzen sollten. Nach der Auffassung der Mediziner wurden in den Nervenbahnen, die zum Zwischenhirn führen, Wahrnehmungen und Gedanken transportiert.

Diese verbinden sich mit den Gefühlen des Menschen und sind bei den Patienten falsch verknüpft. Die Methode wurde jedoch nur vereinzelt angewendet.

Sie erfordert die Teilnahme von mindestens zwei Personen an der Operation: eines Neurologen und eines Neuro- Chirurgen.

Nun führte der Chirurg auf etwa horizontaler Ebene ein längliches Messer oder ein spezielles Leukotom in den Schädel ein. Ihm gegenüber, auf der anderen Seite des Kopfes, befand sich der Neurologe, welcher die Vordringungsrichtung des Leukotoms dirigierte.

Zunächst wurde dieses vom Chirurgen unter Anpeilen der gegenüberliegenden Schädelbohrung bis kurz vor die Mitte des Schädels bzw. Gehirns vor Erreichen der fissura longitudinalis geschoben.

Die Orientierung erfolgte dabei zudem an weiteren, innenliegenden Schädelpunkten. Dazu schwenkte er das eingeführte Leukotom in vorgeschriebenen Winkeln in der koronaren Ebene nach oben und unten.

Freeman entwickelte die neue Operationsmethode aus zwei Gründen: Zum einen war zu ihrer Ausführung lediglich ein mehr oder minder fachkundiger Mensch vonnöten; zum anderen war sie wesentlich zeit- und kostengünstiger, erforderte nicht einmal eine Narkose oder die Schädelöffnung.

Oft dauerte die gesamte Operation von Eintreffen bis Verabschiedung des Patienten nicht einmal eine Stunde. Bei der Operation wurde dem lokal oder vollständig anästhetisierten Patienten vom Operateur der in den seltensten Fällen ein ausgebildeter Chirurg war ein langes, spitzes Werkzeug oberhalb der Augenhöhle in den Kopf eingeführt.

Dafür wurde dem Patienten das Augenlid angehoben, die Spitze des Werkzeuges oberhalb des Augapfels eingeführt und durch den Schädel geschlagen.

Da der Schädel im Bereich der Augenhöhlen den dünnsten Bereich aufweist, genügte meist ein leichter Schlag auf das hintere Ende des Werkzeuges, um in das Gehirn vorzudringen.

War die Spitze des Werkzeuges im Gehirn bis zu einem der subjektiven Einschätzung überlassenen Punkt vorgeschoben, wurde es wie bei der alten Methode geschwenkt, um das Gewebe in den anvisierten Hirnbereichen zu zerstören.

Die einzigen sichtbaren Schäden, die Patienten davontrugen, waren meist lediglich Hämatome am Auge. Später führte er seine Operationen unter lokaler Betäubung durch.

Dies hatte den Vorteil, dass er die Patienten simultan befragen konnte. Letztlich verwendete Freeman zur Narkotisierung Elektroschocks.

Diese Methode entlehnte er der elektrokonvulsiven Behandlung von Depressionen. Er versetzte den Patienten drei aufeinanderfolgende starke Schocks über am Kopf angebrachte Elektroden.

Dann vollführt er mit einer Stahlschlinge oder kleinen Schneideklinge kreisrunde Schnitte, um Nervengewebe zu durchtrennen — ein höchst ungenauer und zerstörerischer Eingriff.

Viele Patienten leiden danach an Fieber, Gesichtsstarre, wirken desorientiert und apathisch: alles angeblich nur vorübergehende Symptome.

Besonders gut wirkten die Schnitte ins Gehirn gegen Depressionen. Doch die Erhebung ist viel zu hastig publiziert, die langfristigen Folgen sind vollkommen ungewiss.

Zumal er für seine Theorien jeden Beweis schuldig bleibt. Doch Walter Freeman ist beeindruckt von den Ergebnissen des Portugiesen — ob dessen Theorie stimmt, ist ihm gleichgültig.

Dämmert nicht eine halbe Million Patienten in den staatlichen Psychiatrien vor sich hin, ohne Hoffnung auf Heilung?

Und jedes Jahr werden es mehr. Kurzerhand bestellt er einige der Spezialinstrumente, mit denen Moniz operiert.

Weil er keine chirurgische Ausbildung hat, bittet Freeman einen Neurochirurgen um Hilfe. Gemeinsam üben beide an den Gehirnen von Leichen die neue Operationsmethode.

Im September fühlen sie sich für den Eingriff gerüstet: Ihr erster Fall ist eine jährige Hausfrau aus Kansas, die an Schlaflosigkeit, Ängsten und Depressionen leidet.

Mehrere Tage danach stottert die Patientin und ist unfähig leserlich zu schreiben. Deshalb versuchen sie, die Nervenverbindungen zu kappen.

Dieser Hirnquerschnitt eines Patienten zeigt, dass die Partien nach der Operation stark beschädigt sind dunkle Areale oben.

Freeman nimmt die Nebenwirkungen gern in Kauf, er ist wie euphorisiert. Zumal auch die zweite Patientin von ihren Depressionen und Halluzinationen befreit zu sein scheint: Die Buchhalterin kann zwei Monate nach der Operation sogar ihre Arbeit wiederaufnehmen.

Doch es gibt auch Rückschläge: Die vierte Patientin leidet nach sechs Wochen erneut an ihren alten Angstzuständen.

Die Folgen: epileptische Anfälle und Blaseninkontinenz. Aber die Fehlschläge bremsen Freemans Eifer nicht. Dabei gibt es nur wenige Wochen später den ersten Todesfall: Eine jährige Frau stirbt nach der Operation an einer Gehirnblutung.

Doch der Kunstfehler hat keinerlei Konsequenzen für die beiden Ärzte. Dabei erleiden auch andere ihrer Patienten Hirnschäden, müssen teils gefüttert oder lange gepflegt werden.

Rosemary Kennedy, die Schwester des späteren US-Präsidenten, bleibt nach ihrer Lobotomie mit einem kindlichen Verstand zurück und verbringt die restlichen 63 Jahre ihres Lebens in geschlossenen Einrichtungen.

Selbst Walter Freeman hält den Eingriff zu dieser Zeit nach wie vor für ein letztes, da besonders riskantes Mittel.

Zugleich aber propagiert er die Lobotomie auf Mediziner-Kongressen im ganzen Land. Die meisten Fachkollegen bleiben jedoch skeptisch.

Sie halten die Operation für zu zerstörerisch, manche auch kriminell. Weniger wohl, als sich Freeman erhofft hat. Allein Walter Freeman hat bis in über Fällen operiert, die Erfolgsquote gibt er mit 63 Prozent an.

Sein missionarischer Eifer ist damit nicht gestillt. Zumal nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die staatlichen Psychiatrien des Landes überfüllt sind.

Hunderttausende, schätzt Freeman, warten in den Anstalten auf Behandlung. Möglichst vielen will er mit einer Lobotomie helfen. Sie soll bald nicht mehr das allerletzte Mittel, sondern der erste Schritt zu einer Therapie sein.

Freeman erinnert sich, dass es einen leichteren Zugang zum Gehirn gibt als Löcher in die Schädeldecke zu bohren: Durch die Augenhöhle Orbita , die von den Stirnlappen nur durch eine dünne Knochenwand getrennt ist.

Aber noch fehlt ihm ein geeignetes Werkzeug, die Spezialinstrumente des Portugiesen brechen zu leicht. Einer jährigen Frau, die unter manischen Schüben und Depressionen leidet, schiebt er den Eispickel am Augapfel vorbei bis in das Stirnhirn.

Dann schwingt er sein neues Instrument hin und her, um Nervenbahnen zu durchtrennen. Wieder scheint die Patientin schlagartig geheilt; zwar wirkt die Frau in ihrem ganzen Wesen auffallend gedämpft, kann aber wieder als Krankenschwester arbeiten.

Diesmal hat Freeman nicht in einem Krankenhaus operiert, sondern in seinem Bürozimmer — das spart Zeit und Geld. Auch die Betäubungsmethode ist unkonventionell: Freeman versetzt seine Patienten fortan durch Elektroschocks in ein kurzes Koma.

Nach dem Aufwachen schickt er sie im Taxi nach Hause. Er operiert ohne sterile Handschuhe, ohne Gesichtsmaske und Arzt-Kittel, alles soll schnell gehen.

Entsetzt wendet sich nun der Neurochirurg, mit dem Freeman bisher operierte, von ihm ab. Der aber lässt sich nach dem Modell des Eispickels neue Spezialwerkzeuge anfertigen, aus hartem Stahl und mit scharfer Klinge.

Denn inzwischen öffnen ihm immer mehr Psychiatrien im Land ihre Tore. Das Personal ist mit den Patienten oft überfordert — und Freemans Versprechungen klingen verlockend.

Tatsächlich können nach seiner Eispickel-Lobotomie viele entlassen werden. Weil die Schnitte offenbar alle Emotionen kappen, aus Psychotikern friedfertig-apathische Wesen machen.

Der Operateur hofft, in die Geschichte der Medizin einzugehen, als ein Revolutionär, der alte Menschheitsübel wie Depression und Hysterie ausmerzt.

Freeman macht sich möglicherweise sogar Hoffnungen auf den Medizin-Nobelpreis; den jedoch bekommt Egas Moniz zugesprochen, der Erfinder der herkömmlichen Lobotomie.

Die Ehrung aus Stockholm ist wie ein offizielles Gütesiegel; sie lässt viele Gegner verstummen. Wurden bis dahin weltweit etwa Lobotomien vorgenommen, so sind es in den ersten vier Jahren nach der Preisvergabe allein in den USA Ein Drittel davon nach Freemans transorbitaler Methode.

Er operiert nun überall. Das Operationsbesteck passt in seine Jackentasche; er hat ein tragbares Elektroschock-Gerät dabei, ein Hämmerchen sowie eine Fotokamera — mehr braucht er nicht.

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